Was so alles geschah von 560 v.Chr. bis 1502

-753 Gründung Roms am 22 April 753 v. Chr.

-560
Erste Erdkarte
Die erste Erdkarte geht zurück auf Anaximander von Milet, der damit als Begründer der wissenschaftlichen Geographie gelten darf. Er war ein griechischischer Naturphilosoph vorsokratischer Zeit, von dessen Werken nur wenige Zitate erhalten sind. Auf seiner Weltkarte ist die bewohnte Erde als Insel in einem Ozean dargestellt.
-500 Erste Siedlung der Kelten, in der Gegend von "Straubing", der Hallstattkultur in einem Oppidum. Von ihnen stammt auch der erste erhaltene Siedlungsname Sorviodurum.
-500 Baubeginn der ersten Chinesischen  Mauer
Vom 7. bis zum 6. Jahrhundert v. Chr. befand sich China in der Epoche der Frühlings- und Herbstperiode und der Periode der Streitenden Reiche. Zahlreiche Fürstentümer kämpften damals miteinander, das Land war völlig zersplittert. Das Fürstentum Chu, das sich am Mittel- und Unterlauf des Yangtse befand, baute als erstes an seiner nördlichen Grenze (heute nördlich der Provinz Hubei und südlich der Provinz Henan) eine 500 Kilometer lange Mauer, um sich vor seinen nördlichen Nachbarstaaten Qin, Wie, Han und Qi zu schützen. Fast zur gleichen Zeit legte auch das Fürstentum Qi (heute in der Provinz Shandong) im Südwesten seines Territoriums eine 500 Kilometer lange Mauer an, um sich vor dem Fürstentum Chu zu schützen.
Bauzeit:
ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. bis zum 17. Jahrhundert  Gesamte Länge etwa 6700 Kilometer
Textabschnitt aus: Chinesische Mauer
-479 Konfuzius gestorben
Konfuzius, der in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen war, ist bis heute der bekannteste chinesische Philosoph. Seine Sozialphilosophie ist konservativ und auch sonst lehnt er alle Extreme ab und sucht in Mäßigung und Tradition sowie in einer weisen Menschlichkeit das Maß der Dinge. Die ihm zugeschriebenen Schriften gehen z.T. auf seine Schüler zurück.
-438 Vollendung des Parthenon
Der dorische Marmortempel auf der Akropolis war der Athena Parthenos geweiht. Der Bildhauer Phidias hatte die Oberaufsicht über den Bau sowie dessen Ornamentik und schuf auch das 11 Meter hohe Kultbild aus Gold und Elfenbein. Die meisten der noch erhaltenen Figuren stehen heute in London.
-288 Ptolemaios I. gründet die Bibliothek von Alexandria
-280 Sostratos von Knidos baut den Leuchtturm von Pharos.
-279 Kelten dringen in Griechenland ein und plündern das Heiligtum von Delphi.
König Pyrrhus von Epirus (318 v. Chr.-272 v. Chr.) siegt in der Schlacht bei Asculum (der sog. Pyrrhussieg).
-269 Das für die Wasserversorgung enorm bedeutsame Aquädukt Anio Vetus wird in Rom fertiggestellt.
-268 Ganz Italien (ohne die Po-Ebene) ist von den Römern unterworfen.
-264 Beginn des Ersten Punischen Krieges.
Die ersten Gladiatorenspiele finden in Rom statt.
-259 Erster Punischer Krieg, die Römer erobern Korsika und Sardinien.
-250 Erste germanische Lautverschiebung
Der deutsche Sprachwissenschaftler Jacob Grimm formulierte im 19. Jh. das Gesetz der germanischen (ersten) Lautverschiebung, die um 250 v.Chr. stattgefunden haben soll. Sie ist die deutlichste Veränderung der germanischen Sprachen gegenüber allen anderen indogermanischen Sprachen.
» Die germanischen Sprachen trennen sich von den indogermanischen durch die erste Lautverschiebung (z. B. werden b, d, g zu p, t, k und p, t, k zu f, th [wie englisch this], h, so wird lateinisch "porcus" zu "Ferkel", "cornu" zu "Horn", "pater" zu "father" und "Vater")
Der Grieche Archimedes (ca. 285 v. Chr.–212 v. Chr.) formuliert das Hebelgesetz: Last × Lastarm = Kraft × Kraftarm.
-240 Ende des Ersten Punischen Krieges (264 - 241 v. Chr.) durch den Seesieg der Römer in der Schlacht bei den Ägatischen Inseln. Da in dieser Schlacht die karthagische Flotte, auf der die Macht Karthagos beruhte, zerstört wurde, musste Karthago kapitulieren.
-225
-222
227, 226 oder 224 v. Chr. stürzt der Koloss von Rhodos nach einem Erdbeben ein
Keltenkrieg. Die Kelten fallen in Norditalien ein und werden durch die Römische Republik bekämpft.
Schlacht bei Telamon.
-210 Der Zweite Punische Krieg (218 - 201 v. Chr.) beginnt. Hannibal zieht über die Alpen und besiegt die Römer in zahlreichen Schlachten (217 v. Chr. Schlacht am Trasimenischen See, 216 v. Chr. Schlacht von Cannae). 211 v. Chr. steht Hannibal vor den Toren Roms (Hannibal ante portas), greift die Stadt jedoch nicht an.
-200 Ende des Zweiten Punischen Krieges (218 - 201 v. Chr.). Nach zahlreichen Niederlagen können sich die Römer gegen Karthago durchsetzen. Einzelne Wegpunkte waren die Eroberung von Neukarthago 209 v. Chr. durch Scipio, 207 v. Chr. Sieg in der Schlacht am Metaurus über Hasdrubal Barkas, Landung der Römer in Nordafrika, worauf Hannibal Italien verlassen muss und 202 v. Chr. in der Schlacht von Zama von Scipio geschlagen wird. Karthago kapituliert und erhält im darauf folgenden Jahr ein Friedensdiktat der Römer.
-188 Friede von Apameia - Kapitulationsfriede des Antiochos III. gegenüber Rom im sog. Syrischen Krieg (192 v. Chr.-188 v. Chr.). Die Folgen waren der Verlust Kleinasiens, Kontributionszahlungen an Rom und ein Aufstreben der Rom-freundlichen Mittelstaaten im Osten (Achaia, Rhodos, Pergamon).
-183 Hannibal, karthagischer Feldherr (* 247 v. Chr.) stirbt durch Selbsttötung in Bithynien.
-170 Hypsikles von Alexandria teilt den Kreis in 360 Winkelgrade ein. Damit legt er die Grundlage für die Trigonometrie in ihrer Vorform, der Chordenrechnung.
-149 -146  Dritter Punischer Krieg. In dessen Ergebnis wird Karthago zerstört.
-142 Der letzte makedonische Prätendent (Philippos) und dessen Sklavenheer wird durch die Römer besiegt. Der gesamte griechische Osten fällt an Rom.
-138
bis
-132
Der erste Sklavenkrieg gegen Rom bricht aus: Etwa 200.000 Sklaven erheben sich unter dem syrischen Sklaven Eunus auf Sizilien. Etwa 20.000 Sklaven werden schließlich gekreuzigt.
-133 Tiberius Sempronius Gracchus legt aufgrund sozialer Probleme in Rom eine Agrarreform vor. Er wird von Senatsanhängern ermordet. Ebenso ergeht es einige Jahre später seinem jüngeren Bruder Gaius. Beginn der Zeit der Römischen Bürgerkriege.
-120 Kimbern und Teutonen ziehen von Jütland und Norddeutschland gen Süden.
Das Wasserrad wird als Antrieb für Mühlen verwendet.
-118 Die römische Provinz Gallia transalpina (dt. Gallien jenseits der Alpen) mit der Hauptstadt Narbo wird eingerichtet.
-113 Die Stämme der Kimbern und Teutonen fallen in die Provinz Gallia Cisalpina ein, verheeren die keltischen Siedlungen und bedrohen schließlich auch Rom.
-111 Rom wird von einem Großbrand heimgesucht
-107 Die Kimbern und Teutonen besiegen die Römer unter Cassius Longinus an der italienischen Grenze.
-105 Schlacht bei Arausio, die Römer verlieren erneut gegen die Kimbern und Teutonen.
-102 In der Schlacht von Aquae Sextiae, dem heutigen Aix-en-Provence (Südfrankreich), werden die Teutonen und Ambronen von Marius besiegt. Ein Jahr später besiegt er in der Schlacht von Vercellae (dem heutigen Vercelli) die Kimbern und bannt damit die Germanengefahr. Für diesen Krieg wurde Marius entgegen allen Gewohnheiten und Vorschriften jedes Jahr (von 104 bis 100 v. Chr.) zum Consul gewählt.
-98 Der Senat von Rom verabschiedet ein Gesetz, das Menschenopfer verbietet.
-91 Beginn des Bundesgenossenkriegs
-89 In Kleinasien werden auf Befehl von Mithridates VI. etwa 80 000 Römer ermordet. Ursache waren zu hohe Steuern und Tributzahlungen an das Römische Reich. Beginn des Ersten Mithridatischen Krieges, der bis 85 v. Chr. andauert. Das Volk überträgt dem Popularen Marius das Kommando über die Truppen, der Senat dem Optimaten Sulla. Es kommt zum Bürgerkrieg zwischen Popularen und Optimaten, den Sulla 82 v. Chr. für sich entscheidet. Nach dem Krieg wird Sulla zum Diktator ohne zeitliche Einschränkung ernannt.
-82 Auf Rhodos wird der Mechanismus von Antikythera konstruiert.
-71/
-73
3. Sklavenkrieg (auch Spartacus-Aufstand genannt).
-67 Der römische Feldherr Gnaeus Pompeius Magnus, ausgestattet mit einem Imperium maius (höchster Befehlsgewalt), beendet das Seeräuberunwesen im Mittelmeer.
-59 Gaius Iulius Caesar wird römischer Konsul. Als solcher führt Caesar die Acta diurna ein. Das ist ein tägliches Nachrichtenbulletin, also die erste Zeitung.
-55 Caesars erste Rheinüberquerung nach Germanien, Erster Feldzug Caesars nach Britannien
-52 Sieg Caesars über die aufständischen Gallier unter Vercingetorix in der Schlacht um Alesia
-47 Zerstörung der Bibliothek in Alexandria
Alexandria war 332 v.Chr. von Alexander dem Großen gegründet worden und wurde so Regierungssitz der Ptolemäer, der in Ägypten herrschenden makedonischen Dynastie. Berühmt waren vor allem seine Bibliothek sowie der Leuchtturm von Pharus - eines der sieben Weltwunder. Die alexandrinische Bibliothek galt als die bedeutendste Bibliothek der Antike, da sie fast alle bekannte Literatur enthielt. Während Cäsars Krieg gegen die Stadt wurde sie schwer beschädigt.
-46 Caesar reformiert den römischen Kalender und ersetzt ihn durch den so genannten Julianischen Kalender. Um den neuen Kalender mit dem Sonnenstand in Übereinstimmung zu bringen, wurde das Jahr 46 v. Chr. auf 15 Monate (=445 Tage) verlängert.
-44 Ermordung Cäsars
Der Feldherr, Staatsmann, Schriftsteller und Politiker fiel am 15. März einer Verschwörung unter Brutus und Cassius zum Opfer. Selbst aus patrizischer Familie stammend, hatte er seine republikanischen Standesgenossen mit seinen großen Erfolgen auf seinen Feldzügen sowie der damit verbundenen Privilegien und Ämterhäufung brüskiert. Sein Umgang mit der Macht soll nicht immer sehr geschickt gewesen sein. Ob er tatsächlich nach der Königswürde strebte, die in Rom aus historischen Gründen verhaßt war, wie die Verschwörer ihm unterstellten, ist umstritten.
-19 9. Juni: Die Aqua Virgo wird als sechstes Aquädukt nach Rom in Betrieb genommen. Die Wasserversorgung damit funktioniert noch heute und speist unter anderem den Trevi-Brunnen.
-15 Augsburg, Gründung als römisches Legionslager (lat. Augusta Vindelicorum)
-8

Pont du Gard, röm.  Aquädukt  zur Wasserversorgung von Nimes (Nemausus)
-7 Die Messias-Erwartung im Römischen Reich hat vielfach einen antirömischen politischen Hintergrund.
Ein Zensus = Volkszählung des Quirinus (legt Christi Geburt fest)
Errichtung der römischen Provinz Germanien mit Zentrum bei Köln
0 Kaiser Augustus unterteilt Rom in 14 Regionen, die er je einem Curator unterstellt, schafft ein stehendes Heer, vermindert die Zahl der Legionen von 50 auf 25 (zusammen mit den Hilfsvölkern besitzt das Römische Reich etwa 300000 Soldaten)
Augustus baut die Prätorianer-Garde aus ( neun Kohorten unter zwei Präfekten, gewinnt große politische Macht)
Verona, eine der ältesten Städte Italiens, gelangt als römische Kolonie zu hoher Blüte, erhält u. a. ein Theater
9 Schlacht im Teutoburger Wald
Tacitus beschreibt in seinen Annalen, wie der Cheruskerfürst Arminius den römischen Statthalter Germaniens Publicus Quinctilius Varus im Teutoburger Wald besiegte. Nach dem Verlust von drei Legionen, drei Alen und sechs Auxiliarkohorten nahm sich Varus, vernichtend geschlagen, selbst das Leben. Der römische Plan einer Grenzverlegung an die Elbe mußte daraufhin aufgegeben werden
64 Brand Roms löst Christenverfolgung aus
Grundsätzlich war der römische Staat auf religiösem Sektor tolerant. Die Absonderung der Christen von der nichtchristlichen Gemeinschaft, ihre Ablehnung der heidnischen Religiosität sowie der eigene absolute Geltungsanspruch führten zu Mißtrauen und Verdächtigungen seitens der Nichtchristen. Unter Nero brannte Rom 64 völlig ab, was auch zu Ausschreitungen gegen die Christen führte.
79
 
Untergang Pompejis
Am 24. August 79 wurde Pompeji durch einen Vesuv-Ausbruch komplett verschüttet. Die seit 1860 ausgegrabene und sorgfältig konservierte Stadt ist dadurch die besterhaltene Stadt der Antike, wodurch die Forschung wichtige Impulse erhielt
80 Kolosseum in Rom
Das größte Amphitheater des römischen Reiches wurde 80 von Titus mit hunderttägigen Spielen eingeweiht. Der elliptische Bau war mit Travertin verkleidet und erreichte mit vier Geschossen eine Höhe von fast 50 Metern. Es bot Platz für 45-50.000 Sitzplätze. Seit dem 8. Jh. verfiel der Bau, der in der Renaissance als Steinbruch benutzt wurde.
105 Erfindung des Papiers durch Ts×ai Lun
Der kaiserliche Hofbeamte Tschr(134)ai Lun gewann nach chinesischer Überlieferung als erster Mensch Papier, indem er Maulbeerbast, Hanf und Lumpen unter Zugabe von Wasser stampfte. Diesen schöpfte er mit einem Bambusgeflecht, den er an einem Holzrahmen befestigt hatte. Erst rund tausend Jahre später gelangte diese von den Chinesen geheimgehaltene Kunst in den abendländischen Kulturkreis.
195 Erste Lateinische Bibelübersetzungen - Itala
Mit der Verbreitung des Christentums wurden auch die ersten lateinischen Bibelübersetzungen angefertigt, unter denen die Gruppe der Itala die bekannteste darstellt.
250 Große Christenverfolgung in Rom unter Decius
260 Toleranzedikt für Christen
Energische Restaurationsversuche des römischen Reiches führen zu systematischen Christenverfolgungen, die ihr Ziel jedoch nicht erreichten. Die Konsequenz daraus wurde im Toleranzedikt gezogen. Im Edikt von Serdica (Sofia) verkündete Galerius 311 den Religionsfrieden und gab den Christen die freie Betätigung ihres Glaubens wieder.
375 Beginn der großen germanischen Völkerwanderung (bis ca.553)
Die sogenannte 2. Völkerwanderung setzte mit dem Vordringen der Hunnen nach Europa ein. Nachdem das Reich der Ostgoten 375 von den Hunnen unterworfen worden war, zog das Volk unter Alarich nach Italien.
410 Plünderung Roms
Rom verlor in der Völkerwanderungszeit seine Funktion als Residenz der Weströmischen Kaiser. Es wurde mehrfach erobert und geplündert, so auch 410 von den Westgoten unter Alarich.
452 Gründung Venedigs
Die Gründung Venedigs ist indirekt eine Folge der Völkerwanderung. Die Besiedelung der Laguneninseln wurde erst durch die von Hunnen und Langobarden auf dem Festland angerichteten Verwüstungen attraktiv. So entwickelte sich hier ein Umschlagplatz für Getreide und Salz.
476 Ende des Weströmischen Reichs
Mit dem Ende des Weströmischen Reiches endete die Hauptstadtfunktion Roms für lange Zeit. Die antiken Bauten dienten fortan das ganze Mittelalter hindurch als Steinbrüche. Das Papsttum versuchte sich als neue Ordnungsmacht in der Stadt zu etablieren, was nicht immer gelang.
500 Frühmittelalter : 500 - 900
590 Gregor I., der Große, wird zum Papst ernannt
Als Papst und Kirchenlehrer steht Gregor als Vermittler zwischen antiker und mittelalterlicher Welt. Für die Bekehrung der Angelsachsen ist er ebenso verantwortlich wie für den Übertritt der Langobarden zum Christentum. Seine lithurgischen Reformen dienten vor allem der Bewahrung des Überlieferten (Gregorianischer Gesang).
620 Porzellan in China
In China wurde vermutlich das erste Porzellan hergestellt. Die Angaben über das Alter des Porzellans sind unsicher. Sehr weit entwickelt waren die Glasurtechniken. Wichtigster Erzeugungsort war Kingtehchen. Nach der Entdeckung des Seeweges nach Ostindien wurde Porzellan zum beliebtesten Handelsobjekt.
642 Araber gründen Kairo
Die Siedlung Al Fustat, aus der später Kairo entstand, wurde 642 aus einem arabischen Feldlager errichtet. Nach einem Brand im 8. Jh. wurde sie in orientalischem Stil neu erbaut. Dieser Teil der Stadt wird heute als Alt-Kairo bezeichnet.
634 Omar I., Mohammeds Berater, wird zweiter Kalif bis 644 (†), führt mohammedanische Zeitrechnung ein, seine Feldherren erobern Syrien, Persien und Ägypten.
735 Einführung der christlichen Zeitrechnung
Im Abendland setzte sich die von Dionysios Exiguus eingeführte Berechnung nach Christi Geburt rasch durch. Erst im 17. Jh. wurde die Berechnung "vor Christi Geburt" eingeführt.
793 Beginn der Wikingerzeit
Die Wikinger unternahmen im 9-10. Jh. zahlreiche Beute- und Plünderzüge in Europa und Rußland. Der Überfall auf die Abtei Lindisfarne am 8. Juni 793 gilt allgemein als Beginn der Wikingerzüge. Streben nach Ruhm und Reichtum wie auch die Lust am kriegerischen Abenteuer erscheinen als Motive.
774 Karl d. Gr. hilft dem Papst gegen seinen ehemaligen Schwiegervater König Desiderius der Langobarden und läßt sich mit der eisernen Krone der Langobarden zum König von Italien krönen (Süditalien bleibt byzantinisch). Neben den Langobardenfeldzügen schritt die Missionierung im Osten voran. Besonders die Kriege gegen die Sachsen bestimmten die Politik Karls bis 785, als sich Widukind schließlich dem fränkischen König unterwarf. Die Sachsenkriege dauerten noch bis 804 fort (letzter Feldzug der Franken nach Nordelbien).
800 Karl der Große wird Römischer Kaiser
Karl, der das Frankenreich erweitert und konsolidiert hatte, war der mächtigste Herrscher seiner Zeit. Die Kaiserkrönung durch den Papst an Weihnachten 800 in Rom bedeutete die Erneuerung des westlichen Kaisertums.
810 Münzreform durch Einführung der Silberwährung unter Karl d. Gr. (1 Pfund = 20 Schilling [Solidus] = 240 Denare [Pfennige]). Der karolingische Pfennig verbreitet sich über ganz Europa.
Unter Karl d. Gr. Sammlung von Heldensagen und Versuch einer deutschen Grammatik. Nach 46-jähriger Herrschaft starb Karl 814 in Aachen. Sein Sohn Ludwig der Fromme wurde Kaiser.
843

Vertrag von Verdun
Die Aufteilung des Fränkischen Reichs ging auf den teils kriegerischen Erbfolgestreit zurück, den Kaiser Ludwig I., der Fromme, mit seinen Söhnen führte. Nach einer Palastrevolution und Gefangennahme wurde Kaiser Ludwig I. Anfang der 830er Jahre von seinen Söhnen entmachtet. Ab 831/832 verselbständigten die Söhne zunehmend ihre Herrschaftsbereiche im Reichsverband und beließen ihren Vater in der Funktion eines Titularkaisers. Drei Jahre nach dem Tod ihres Vaters leiteten Kaiser Lothar I., König Karl der Kahle, und König Ludwig der Deutsche 843 im Vertrag von Verdun die Teilung und das Ende des Fränkischen Reichs ein, die Reichseinheit war nicht mehr zu gewährleisten und endete faktisch mit dem Vertrag von Verdun, durch die Teilung entstanden folgende drei Reiche:
Westfrankenreich, das spätere Frankreich,
Ostfrankenreich, Ursprung des späteren Heiligen Römischen Reiches,
Mittelreich (Lotharii Regnum).

Die Wikinger plündern
845
Paris und zerstören Hammaburg (Hamburg), Bremen wird daraufhin Sitz des Erzbistums Hamburg.
Teilung von Prüm 855 Aufteilung des Mittelreiches Lothars I. unter seinen Söhnen.
870  Neuaufteilung des Fränkischen Reiches: Lothringen, das Mittelreich, wird nach dem Tod des kinderlosen Lothars II. im Vertrag von Mersen zwischen dem Westfrankenreich und dem Ostfrankenreich aufgeteilt

885 885 - 886: Dänische Wikinger belagern Paris, brechen aber die Belagerung ab, nachdem ihnen der fränkische König Karl der Dicke Tributzahlungen und die Verpfändung von Burgund zusicherte.
887 Arnulf von Kärnten zwingt mit Heeresmacht seinen Onkel, König Karl den Dicken, zum Rücktritt. Damit endet die letzte Gesamtherrschaft über das Frankenreich, und es beginnt die Geschichte der Länder Deutschland und Frankreich.
897 Die erste urkundliche Erwähnung von Straubing. Kaiser Heinrich schenkte sein Gut zu Straubing seinem Bruder Bruno, damals Bischof von Augsburg. Nach dessen Tod 1029 ging die Grundherrschaft über das alte Straubing an das Augsburger Domkapitel über
900 Entdeckung Grönlands durch die Wikinger
Im Laufe des 7. Jh.s hatten die Wikinger die Segeltechnik erlernt, was ihnen nun weitere Entdeckungen ermöglichte, wie die Entdeckung Grönlands durch Erich den Roten.
  Hochmittelalter : 900 - 1250
911 Nach zahlreichen Angriffen in Nordfrankreich erhält der Normanne Rollo von Karl dem Einfältigen das Gebiet um die
Seinemündung (Normandie) als Lehen.
Frankenherzog Konrad I. nach Aussterben der Karolinger zum König von Ostfranken gewählt, erster deutscher Wahlkönig, bis 918 (†).
Seitdem selbständige Entwicklung Deutschlands, wo sich die Stämme der Franken, Sachsen, Schwaben, Bayern, Thüringer zusammenschließen.
919 Herzog Heinrich I. von Sachsen, Sohn und Nachfolger Ottos des Erlauchten, wird am 12. Mai in Fritzlar von den Franken, Sachsen und Thüringern zum König des Deutschen Reiches (Regnum theutonicum) gewählt und folgt damit auf den verstorbenen König Konrad I. von Ostfranken.
920 Der Name "Regnum teutonicum" als einheitliche Bezeichnung für die fünf deutschen Stämme urkundlich erstmalig erwähnt.
König Heinrich I. von Sachsen gelingt es sich gegen seinen Konkurrenten Herzog Arnulf I. zu behaupten, er verliert jedoch 924 gegen die Ungarn und muss ihnen Tribut zahlen, die Folgezeit nutzt er um militärisch aufzurüsten.
Dietrich von Friesland erobert von den Normannen das Land zwischen Rhein und Amstel zurück und gründet dort die Grafschaft Holland.
932 König Heinrich I. verweigert den Ungarn vor Ablauf des Waffenstillstandes weiteren Tribut und schlägt den ungarischen Großfürsten Zoltán mit einem Reichsaufgebot am 15. März 933 in der Schlacht bei Riade an der Unstrut.
936 König Heinrich I. der Vogler stirbt, sein Sohn Otto I. wird am 7. August in der alten Kaiserpfalz Aachen zum König gekrönt. Seine Brüder Thankmar und Heinrich von Sachsen fühlen sich übergangen und erheben sich gegen ihn.
941 Heinrich von Sachsen, Herzog von Lothringen, plant die Ermordung seines Bruders König Otto I. Er wird verraten und in Ingelheim eingekerkert. Seine Komplizen werden enthauptet. Durch Fürsprache seiner Mutter Mathilde wird er wieder begnadigt, verliert aber Lothringen
953 Nach den zahlreichen Aufständen seiner Brüder erhebt Otto der Große seinen jüngeren Bruder Brun zum Erzbischof von Köln und Herzog von Lothringen, Beginn des Ottonisch-salischen Reichskirchensystems, das langfristig zum Investiturstreit führt.
954 Durch Unterwerfung mehrerer Aufstände (seit 938) bricht Otto I. die Macht der Stammesherzöge und stützt sich auf die von ihm eingesetzten geistlichen Fürsten.
955 Otto I. der Große, siegt am 10. August 955 über das Reiterheer der Ungarn in der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg. Damit enden die mehr als 50 Jahre andauernden Ungarneinfälle.
973 nach dem Tod seines Vaters wird Otto II. deutscher König
978 Überfall Lothars, König des westfränkischen Reiches, auf Aachen. Kaiser Otto II. und seine Gemahlin Theophanu entgehen der Gefangennahme nur knapp
982 Schlacht bei Cotrone in Kalabrien, Niederlage Kaiser Ottos II. gegen die Sarazenen. Im Anschluss an die Niederlage kommt es 983 zum großen Slawenaufstand in den von den Sachsen eroberten Gebieten an der Elbe. Erik der Rote erreicht von Island aus erstmals Grönland.
983 Am 25. Dezember wird Otto III.  in Aachen im Alter von drei Jahren zum deutschen König gekrönt. Während seiner Unmündigkeit wurde das Reich von den Kaiserinnen Theophanu und Adelheid von Burgund verwaltet.
984 Der Normanne Erik der Rote benennt Grönland (d. h. "Grünland") und besiedelt Westküste
993 Die erste Heiligsprechung (Kanonisierung) der Kirchengeschichte (Ulrich von Augsburg 890-973) wird durch Papst Johannes XV. verkündet
Verdienste erwarb er sich durch die hervorragende Verteidigung der Stadt Augsburg zu Zeiten der Magyareneinfälle (Ungarn) im 10. Jahrhundert. Am Sieg von König Otto I. über die Ungarn bei der Schlacht auf dem Lechfeld (8. bis 10. August 955) hatte er enormen Anteil. Bischof Ulrich band gegnerische Kräfte in Stadtnähe. Augsburg litt damals schwer unter den häufigen Einfällen der Ungarn ins Reich. Wegen dieser permanenten Gefahr initiierte Ulrich den Bau eines schützenden Mauerrings anstelle vorhandener Palisaden um die Stadt.
996 Unter der Regierung Königs Otto III. wird im Heiligen Römischen Reich Christi Geburt zum Jahr 1 einer neuen Zeitrechnung "nach Christi Geburt" (lat. anno Domini "im Jahre des Herrn"). Diese aus christlicher Sicht einleuchtende Idee, ging auf den im 6. Jahrhundert lebenden Abt Dionysius Exiguus zurück.
Isländische Siedler kommen in das ~ 900 entdeckte Grönland. (Ihre Kolonie geht ab 14. Jahrhundert wohl durch Klimaverschlechterung ein).
1000 Leif Eriksson landet in Amerika
Leif Eriksson war der Sohn Erichs des Roten und gilt als der erste Entdecker Amerikas. Durch einen Sturm kam er vom Weg nach Grönland ab, so daß es ihn an die Ostküste von Nordamerika verschlug, die er bis in die Gegend von Boston entlang segelte.
1001 Stefan I. (der Heilige) wird zum ungarischen König gekrönt. Mit dieser Krönung entsteht das Königreich Ungarn, es bestand in wechselnden Grenzen von 1001 bis 1918. Es entstand im heutigen Westungarn und vergrößerte seinen Herrschaftsbereich in der Folgezeit auf das Gebiet des heutigen Ungarn, das Gebiet von Siebenbürgen (im heutigen Rumänien gelegen), die Slowakei, die Vojvodina, die Karpatenukraine, Kroatien (außer Dalmatien) und einige kleinere Gebiete.
1002 Königswahl von 1002
30. April: Der Thronkandidat Ekkehard I. Markgraf von Meißen wird in Pöhlde ermordet.
7. Juni: Heinrich II. wird in Mainz von den Baronen Bayerns und des östlichen Franken gegen die Stimmen Schwabens und in Abwesenheit der Lothringer, Sachsen und Thüringer zum König gewählt und unmittelbar danach gekrönt.
20. Juli: Heinrich II. wird von den Thüringern anerkannt.
24. Juli bis 28. Juli: Verhandlungen Heinrichs II. mit den Sachsen und schließlich seine Anerkennung als König und erneute Krönung in Merseburg.
10. August: Krönung Kunigundes, Heinrichs Ehefrau, zur Königin in Paderborn.
18. August: Anerkennung Heinrichs II. durch Erzbischof Heribert von Köln und den lothringischen Klerus.
8. September: (Dritte) Krönung Heinrichs II. in Aachen und Anerkennung durch Niederlothringen.
1. Oktober: der Thronkandidat Hermann II. von Schwaben unterwirft sich in Bruchsal, Anerkennung Heinrichs II. durch Schwaben.
11. bis 24. November: Heinrich II. nimmt in Regensburg die Huldigung seiner Gefolgsleute entgegen.
14. Mai 1004: Der deutsche König Heinrich II. wird in Pavia zum König von Italien gekrönt.
1020
  • 1022 Synode von Pavia (Konzil von Pavia): Verbot der Priesterehe, Amtsenthebung verheirateter Priester.
  • 1024: Heinrich II. stirbt, Konrad II. folgt ihm als deutscher König
  • 1027: Konrad II. erlangt in Rom die Kaiserwürde
  • 1028: Heinrich III. wird deutscher König
  • 1046 Synode von Sutri: drei Päpste verlieren ihre Ämter; Clemens II. wird Papst und krönt Heinrich III. (und seine Frau Agnes) zum Kaiser.
    1063 Feldzug von Barbastro - Prototyp der Kreuzzüge:  1063 ruft Papst Alexander II. zu einem Feldzug zur Eroberung der spanischen Festungsstadt Barbastro von den Mauren auf. Ein internationales christliches Heer aus Franzosen, Burgundern, italienischen Normannen, Katalanen und Aragonesen vereint sich im Frühjahr 1064 in Girona, zieht nach Barbastro und erobert die Stadt nach kurzer Belagerung. Die Stadt wird geplündert, die Einwohner massakriert, die Herrschaft über Barbastro wird an Graf Armengol III. von Urgell übergeben, das Hauptheer kehrt mit reicher Beute in die Heimat zurück. Im Frühjahr 1065 erobern die Mauren die Stadt zurück.
    1066 Schlacht bei Hastings, Eroberung Englands (bis 1071) durch Herzog William von der Normandie, dabei Niederlage und Tod des letzten angelsächsischen Königs Harold II.
    1073 29. Juni König Heinrich IV. weigert sich in Goslar, eine mit Beschwerden kommende Fürstendelegation der Sachsen zu empfangen und löst damit einen Sachsenkrieg aus.
    1078 Wilhelm der Eroberer läßt Tower in London bauen
    Eines der Wahrzeichen Londons und zugleich das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt wurde von Wilhelm I unter Leitung des Bischofs Gundulf erbaut. Später häufig erweitert und umgebaut, diente der Tower bis ins 17. Jh. als Residenz der englischen Könige, später als Staatsgefängnis, heute Museum.
    1079 Friedrich I. (Schwaben) bekommt das Herzogtum Schwaben verliehen. Der Aufstieg der Staufer beginnt.
    1095 Papst Urban II. löst auf dem Konzil von Clermont die Kreuzzugsbewegung aus.
    1096 Erster Kreuzzug
    Papst Urban II, der den Hilferuf des byzantinischen Kaisers gegen die Türken mit dem Aufruf zum Kreuzzug beantwortete, hoffte auf eine Wiedervereinigung der Kirche unter römischer Vorherrschaft. Der erste Kreuzzug begann als ein Volkskreuzzug unter der Leitung von Predigern und scheiterte nach der Eroberung Jerusalems an Streitigkeiten unter den Fürsten. Ein schlecht ausgerüsteter Haufen armer Bauern zieht vor dem Kreuzritter-Heer durch Südosteuropa nach Kleinasien und wird dort vernichtend geschlagen. Reste schließen sich in Konstantinopel dem Ritterheer an.
    Erster Kreuzzug zur Eroberung Jerusalems und Brechung der Macht des türkischen Islam von Papst Urban II. veranlaßt und von Peter von Amiens durch Predigten unterstützt (bis 1099)
    1098 Zisterzienser-Orden gegründet
    Der Zisterzienser-Orden entstand als benediktinischer Reformorden und wurde 1108 selbständig. Einfachheit der Lithurgie und Schmucklosigkeit der Kirchen sollten helfen, die Ordensregeln auf geradestem Weg zu verwirklichen.
    Die Dänen zerstören die Wikingerfestung Jomsburg auf Wollin.
    Das Heer des ersten Kreuzzugs erobert Antiochia.
    1099 Das Heer des ersten Kreuzzugs erobert Jerusalem.
    1101-
    1105
    Um 1100 n. Chr. erbauten die Grafen von Bogen die Burg Falkenfels. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Falkenfels war.
    Der Kreuzzug von 1101 scheitert am Bündnis der sonst verfeindeten Rum-Seldschuken und Danischmende.
    Das Kreuzfahrerkönigreich Jerusalem wehrt die Rückeroberungsversuche durch das schiitische Kalifat der Fatimiden ab (sog. Schlacht von Ramla).
    1106 Erste deutsche Zunft
    Zünfte waren zunächst aus Gilden hervorgegangene Genossenschaften der selbständigen Handwerker. Meister und Gesellen waren zum Beitritt verpflichtet. In Zunftordnungen wurden Preisgestaltung, Qualität der Waren, Ausbildung der Lehrlinge u.a. festgelegt. Die Entwicklung der Zünfte ist eng verbunden mit der Entwicklung der Städte. Neben den wirtschaftlichen Belangen ihrer Mitglieder vertraten sie mehr und mehr auch deren politische Interessen.
    1109 Kreuzritter gründen die Grafschaft Tripolis.
    1111 König Heinrich V. nimmt Papst Paschalis II. in der Peterskirche gefangen und erzwingt Investitur und Kaiserkrönung.
    1115 Niederlage Kaiser Heinrichs V. am Welfesholz gegen die aufständischen, sächsischen Fürsten.
    Eine pisanische Flotte unter Erzbischof Pietro Moriconi erobert, unterstützt von Genua und Raimund Berengar III. von Barcelona, die maurischen Piratenfestungen von Mallorca und Ibiza. Einige tausend christliche Sklaven werden befreit.
    1128 Beim Konzil von Troyes wird die Unabhängigkeit des Templerordens anerkannt. Damit ist der Grundstein für den Erfolg der Templer gelegt.
    1139 Der Templerorden wird durch die Bulle "Omne datum optimum" durch Innozenz II. bestätigt und direkt dem Papst unterstellt. Dadurch war er von der Steuer befreit, durfte selbst Steuern erheben und Geld gegen Zinsen verleihen.
    1147 Bernhard von Clairvaux veranlaßt zweiten Kreuzzug
    Bernhard von Calirvaux gründete die Abtei Clairvaux, die bedeutsam für die Ausbreitung des Zisterzienserordens wurde. Die Rückeroberung Odessas durch die Türken veranlaßte Bernhard von Clairvaux zu einem zweiten Kreuzzug aufzurufen. Dieser scheiterte jedoch schon auf dem Marsch durch Kleinasien.
    2. Kreuzzug scheitert 1148 vor Damaskus.
    1152 Friedrich I. Barbarossa wird zum deutschen König gekrönt
    1155 Dschingis-Khan
    Als Sohn kleiner Steppenaristokraten 1155 geboren, wurde er Heerführer des nordchinesischen Chinreiches. 1205 hatte er die Herrschaft über die Völker der Mongolei erlangt, die ihn zu ihrem Herrscher erhoben und ihm den Namen Dschingis-Khan gaben. Durch weitere Feldzüge in Russland und Asien wurde er so der Begründer des Mongolenreiches.
    1156 Der Vertrag von Benevent wird unterzeichnet. Papst Hadrian IV. erkennt den Normannenstaat samt dessen Eroberungen an.
    1158 Gründung von München durch Heinrich den Löwen. Keimzelle Münchens ist das Petersbergl; hier gab es vor der Stadtgründung eine Niederlassung von Mönchen aus dem Kloster Schäftlarn. Da es keine annähernd bestimmbare Zeitangabe der ersten Besiedlung gibt, wurde als Gründungsjahr Münchens das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung festgesetzt. München wurde 1158 zum ersten Mal als Villa Munichen urkundlich erwähnt, nachdem der Herzog von Bayern und Sachsen, Heinrich der Löwe, nahe dieser Mönchssiedlung rund um die Peterskirche eine Brücke über die Isar am Platz der heutigen Ludwigsbrücke bei den Isarinseln errichtet hatte.
    1164 Die Julianenflut ereignete sich am 17. Februar 1164 und ist damit die erste konkret überlieferte Sturmflut an der Nordseeküste, den Quellen zufolge kamen bei dieser Sturmflut ca. 20.000 Menschen und viele tausend Stück Nutzvieh ums Leben. Mit am schwersten waren die Küstenabschnitte in den heutigen niedersächsischen Landkreisen Ostfriesland und Friesland sowie die Zuidersee betroffen. Durch die Julianenflut bildete sich zwischen Wilhelmshaven und Jademündung eine Vorstufe zum heutigen Jadebusen.
    1173 Petrus Waldus aus Lyon verbreitet die Bibel in Übersetzungen, daher die Sekte der Waldenser, die von den Dominikanern verfolgt werden. Es entstehen geistliche Ketzergerichte und damit die Anfänge der Inquisition (als päpstliche Einrichtung ab 1232)
    1182 Franz von Assisi geboren
    Aus wohlhabender Familie stammend, begab sich der junge Francesco nach seiner Bekehrung freiwillig in die Armut. Er pflegte Aussätzige und stellte zerfallene Kapellen wieder her. Auf der Suche nach dem gottgewollten Lebensweg fand er zahlreiche Mitstreiter und wurde so der Begründer des Franziskanerordens.
    1187 Niederlage des christlichen Heers gegen Saladin in der Schlacht an den Hörnern von Hattin, Saladin erobert Jerusalem und beendet damit eine 88-jährige christliche Herrschaft.
    1189 Richard Löwenherz wird König
    Als englischer König nahm Richard I., Löwenherz, am dritten Kreuzzug teil, auf dem er Zypern eroberte und mit dem Sultan Saladin einen Waffenstillstand schloß. Auf dem Rückweg 1192 wurde er von Herzog Leopold von Österreich festgenommen, an Kaiser Heinrich VI. ausgeliefert und 1194 freigelassen.

    Dritter Kreuzzug wegen Eroberung Jerusalems durch die Türken (1187) unter Kaiser Friedrich I., König Philipp II. August von Frankreich und König Richard Löwenherz von England (bis 1192, erreichte nur die Einnahme Akkons 1191, das für ein Jahrhundert zum Hauptsitz der Kreuzfahrer wird)
    1190 Die neunziger Jahre des zwölften Jahrhunderts gehören in Europa zur Epoche des Hochmittelalters. Die europäische Kunst ist vom Übergang von der Romanik zur Gotik geprägt, die von Frankreich ausgegangen war und sich dort bereits durchgesetzt hat.
    1194 Die Burg Mitterfels wird erstmals 1194 genannt, Mitterfels wurde Sitz eines Pflegamts und Landgerichts des Kurfürstentums Bayern.
    König Richard I. (Löwenherz) von England befreit sich durch Lösegeld und Lehnseid aus der Gefangenschaft Kaiser Heinrichs VI., in die er auf dem Rückweg vom 3. Kreuzzug (1189 bis 1192) geraten war. Dadurch wird der Welfenaufstand (seit 1192) beendet
    1198 12. Juli: Der Welfe Otto IV. von Braunschweig wird in Aachen zum römisch-deutschen König gekrönt - am rechten Ort, aber mit den falschen Insignien (bis 1218).
    8. September: Der Staufer Philipp von Schwaben wird in Mainz zum deutschen König gekrönt - am falschen Ort, aber mit den echten Reichskleinodien (bis 1208; ermordet). An seinem Hof hält sich Walther von der Vogelweide auf.
    1204 Vierter Kreuzzug - Unter Führung des Dogen Dandolo erobert ein venezianisch-fränkisches Kreuzfahrerheer Konstantinopel.
    1204 heiratet die Bogener Grafenwitwe Ludmilla, eine böhmische Prinzessin, den Wittelsbacher Herzog Ludwig. Einige Jahrzehnte später fiel mit dem Aussterben der Bogener Grafen die große Grafschaft Bogen mitsamt dem weiß-blauen Wappen endgültig an die Wittelsbacher.
    1212 Im Kinderkreuzzug sollen, so berichten Stadtchronisten, im Frühsommer des Jahres 1212 Tausende Kinder aus Deutschland und aus Frankreich gleichzeitig zu einem Kreuzzug ins Heilige Land aufgebrochen sein.
    1218 Gründung der so genannten Straubinger Neustadt westlich des alten Siedlungszentrums durch Herzog Ludwig der Kelheimer, als deutliches Zeichen gegen die kirchliche Grundherrschaft des Augsburger Domkapitels, die nahe freie Reichsstadt Regensburg und die mächtigen Grafen von Bogen.
    1219 Schwere Sturmflut an der Nordseeküste: „Erste Marcellusflut“, ca. 36.000 Menschen kommen um. Dabei entsteht die Insel Buise.
    1220 König Friedrich II. erlässt die Confoederatio cum principibus ecclesiasticis, in der er auf hoheitliche Rechte verzichtet. Beginn der Landesherrschaften im Heiligen Römischen Reich und Schwächung der Zentralmacht.
    Kaiserkrönung Friedrichs II. in Rom
    1227 Päpstliche Inquisition
    Nachdem das Christentum selbst vom Ketzertum zur Staatsreligion aufgerückt war, wurde eine Institution nötig, um die gewonnene Macht zu festigen und nun Ketzer zu verfolgen, die auf der Reinheit der Lehre beharrten wie Waldenser und Albigenser. Gregor IX. nahm den Bischöfen die Ketzerverfolgung aus der Hand und steigerte durch die Zentralisierung ihre Wirksamkeit. Besonders schrecklich war, daß dem Beschuldigten keine Möglichkeit der Verteidigung eingeräumt wurde, d.h. wer denunziert wurde, hielt praktisch sein Todesurteil in den Händen.
    1228 5. Kreuzzug unter Kaiser Friedrich II. (bis 1229)
    1231
    -1243
    Stauferkaiser Friedrich II. erlässt das „Edikt von Salerno“ (auch „Constitutiones“): die erste gesetzlich fixierte Trennung der Berufe Arzt und Apotheker. Ärzte dürfen keine Apotheke besitzen oder daran beteiligt sein. Arzneimittelpreise wurden gesetzlich festgeschrieben, um Preistreiberei zu verhindern. Das Edikt von Salerno wurde Vorbild der Apothekengesetzgebung in ganz Europa.
    1239: Bann Friedrichs II. durch den Papst - Ein Machtkampf zwischen dem Papst und dem Kaiser beginnt, der mit dem Ende der Staufer-Dynastie endet
    1241 Mongolen fallen in Europa ein.
    1242 Alexander Newski (Newskij) besiegt auf dem zugefrorenen Peipussee den Deutschen Orden (Schlacht auf dem Peipussee) und verhindert die Katholisierung Russlands
    1248 6. Kreuzzug unter Ludwig IX.
    1250 Beginn der Judenverfolgungen in Europa
    Die frühesten Judenverfolgungen hingen zusammen mit dem Erstarken des Christentums und dessen Absolutheitsanspruch. Sie bestanden z.T. in staatlichen Maßnahmen, wie der Ausweisung der Juden, z.T. aber auch in marodierenden Pöbelhorden, die sich an den Juden bereicherten, da sie Feinde des Christentums seien.
      Spätmittelalter : 1250 - 1500
    1252 Die Inquisition beginnt Folter anzuwenden, die der Papst billigt
    1254 König Ludwig IX. und sein Heer kehren gegen die Zahlung eines hohen Lösegeldes vom verlorenen Kreuzzug zurück
    1258 Die Mongolen erobern Bagdad, die Hauptstadt des islamischen Kalifatsstaates und zu diesem Zeitpunkt eine der bedeutendsten Weltmetropolen.
    In einem Inferno ohne Gleichen werden Hunderttausende von Bewohnern getötet oder zu Sklaven gemacht.
    1261 Byzantinische Truppen erobern unter der Führung von Michael VIII. Konstantinopel zurück, das 1204 durch christliche europäische Kreuzfahrer erobert wurde. Sie beseitigen das Lateinische Kaiserreich und stellen das Byzantinische Reich wieder her.
    1268 Der letzte Staufer Konradin von Hohenstaufen verliert im Kampf um sein italienisches Erbe die Schlacht bei Tagliacozzo gegen Karl I. von Anjou und wird nach einem Scheinprozess hingerichtet, dies markiert das Ende der Kaiserdynastie der Staufer.
    1270 Mit dem Tod des französischen Königs Ludwig IX. bei Tunis endet dessen siebter Kreuzzug.
    Der Siebte Kreuzzug war ein christlicher Kriegszug in den Jahren 1270-1272 zur Entlastung der in Bedrängnis geratenen Kreuzfahrerstaaten.
    1271 Marco Polos Reise nach China
    Der Venezianer Marco Polo reiste ab 1271 mit seinem Vater und seinem Onkel von Palästina aus über Persien und Pakistan nach Nord-China, wo sie der Mongolenherrscher Khubilai aufnahm. In seinen Diensten war Polo von 1275-1292 als Diplomat tätig, bis er die Erlaubnis zur Rückkehr erhielt. 1295 gelangte er mit einem Schiff nach Venedig zurück. Seinen berühmten Bericht diktierte er in genuesischer Gefangenschaft auf Französisch.
    1275 Hexenverbrennung in Toulouse nach Inquisitionsverfahren (Hinrichtung von "Hexen" finden bis 1793 statt)
    1287 Die Luciaflut bricht über East Anglia, in der Zuidersee und an der deutschen Nordseeküste herein, ca. 50.000 Menschen sterben.
    1291 Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft (Rütlischwur, Bundesbrief) durch die Kantone Obwalden, Nidwalden, Uri und Schwyz.
    Akkon, die letzte Kreuzfahrerbastion, fällt. Ende der Kreuzzüge
    1294 Gründung der Hanse
    Ursprünglich ein wirtschaftlich motivierter Zusammenschluß von Kaufleuten zu gegenseitigem Schutz, wurde die Hanse ein wichtiger politischer und kultureller Faktor in ganz Europa. Der Übergang von der Kaufmanns- zur Städtehanse vollzog sich erst im 14. Jh.  Lübeck gründet Städte-Hanse (Städtebund zur Förderung des Handels, auch zahlreiche norddeutsche Binnenstädte schließen sich an, Gründung von "Kontoren" im Ausland), Ursprung sind die vorher bestehenden Kaufmanns-Hansen im 12. Jahrhundert
    1300 Gebrauch von Brillen
    Gegen Ende des 13. Jh.s wurde die Brille wahrscheinlich in Venedig erfunden. Die älteste Abbildung eines Menschen mit Brille zeigt ein Fresco von Tommaso da Modena (* um 1325).
    Aber schon Archimedes († 212 v. Chr.), soll die Brechungsgesetze von Linsen untersucht und einen am Kopf befestigten Kristall zur Sehkorrektur getragen haben.    http://de.wikipedia.org/wiki/Brille
    1330 Beginn der Hexenprozesse in Europa
    Im Volksglauben hatten Hexen und Dämonen vereinzelt immer existiert, doch wurde erst durch die päpstliche Inquisition 1227 dieser Glaube allgemeingültig. Die der Hexerei Verdächtigten wurden der Ketzerinquisition unterstellt und erlitten meist den Feuertod.
    1307 Ende des Templerordens - Seine Mitglieder werden von Guillaume de Nogaret auf Geheiß von Phillipp dem Schönen in ganz Frankreich inhaftiert.
    1308 Durchbruch in der Chirurgie - In Venedig wird erstmals in Europa die Erlaubnis erteilt, eine Leiche zu sezieren.
    1339 Beginn des "Hundertjährigen Krieges"
    Der Konflikt zwischen England und Frankreich um die Vorherrschaft in Westeuropa wurde ausschließlich auf französischem Boden ausgetragen, wo er teilweise zum Bürgerkrieg führte. Dennoch konnte Frankreich sich behaupten.
    Jungfrau von Orléans (Jeanne d'Arc, (* 1412) in englischer Gefangenschaft als Hexe verbrannt), wendete 1431 den "Hundertjährigen Krieg" zugunsten Frankreichs.
    1348 Als Schwarzer Tod (Pest) wird die große europäische Pandemie von 1347 bis 1353 bezeichnet, die geschätzte 25 Millionen Todesopfer - ein Drittel der damaligen europäischen Bevölkerung - forderte.
    1353 Straubing wird Hauptstadt des Herzogtums Straubing-Holland
    1431 Jeanne d'Arc als Hexe verbrannt
    Die aus wohlhabender Bauernfamilie stammende Jeanne fühlte sich seit ihrem 14. Lebensjahr berufen, Frankreichs Heer gegen die Engländer zu führen und Karl VII. seine Krönung im Reims zu ermöglichen. Nach anfänglichen Erfolgen ging ihr Einfluß am Hof zurück, sie wurde gefangen genommen und in einem kirchlichen Prozeß der Hexerei angeklagt. Nachdem sie sich mit Festigkeit verteidigt hatte, wurde sie wegen einiger Verstöße gegen die Gesetze der Kirche verurteilt und auf dem Marktplatz von Rouen auf einem Scheiterhaufen verbrannt.
    1456 wurde die Ehre Jeanne d’Arcs in derselben Stadt durch einen Revisionsprozess wiederhergestellt.
    1445 Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, Gutenberg
    Johannes Gutenberg, eigentlich Johann Gensfleisch zum Gutenberg, der Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern, war ursprünglich Zudiener der Goldschmiedezunft und stellte Spiegel und Halbedelsteine her. Sein Verfahren, wie es ähnlich schon viel früher in China erfunden war, revolutionierte die Verbreitung der Schrift. Von seiner berühmten 42zeiligen Bibel sind 47 Exemplare erhalten. Ein zeitgenössisches Bild von ihm gibt es nicht.
    1453 Ende des "Hundertjährigen Krieges"
    Das Ende des Hundertjährigen Krieges steht mit dem Auftreten von Jeanne d'Arc in Verbindung. Die Kampfhandlungen wurden bereits 1453 eingestellt, ein Friedensschluß erfolgte allerdings erst 1475.
    1473 Fugger
    Die noch heute bestehende Linie Fugger von der Lilie erlangte durch die Fuggersche Handelsgesellschaft in Augsburg Weltgeltung. Die deutsche Kaufmannsfamilie stieg schon 1514 in den Reichsgrafenstand auf.
    1499 Fugger kontrollieren den europäischen Kupfermarkt, ihr Vermögen hat sich in zwanzig Jahren versechzehnfacht
    1487 Hexenhammer
    Der von Sprenger verfaßte "Hexenhammer" faßt die verschiedenen Teile des Hexenglaubens und der Zauberei zusammen, um dem weltlichen Richter ein Gesetzbuch an die Hand zu geben. Für die Opfer der Inquisition bedeutet der "Hexenhammer" noch einmal eine Verschlimmerung der Lage, da die Denunziation anstelle der Anklage eingeführt und die Folter im Beweisverfahren zugelassen wird.
    1493 Anwachsen der Hexenprozesse auf Grund der von den päpstlichen Inquisitoren 1489 veröffentlichten Schrift "Hexenhammer"
    1492 Entdeckung Amerikas durch Kolumbus
    Der genuesische Seefahrer Christoph Kolumbus hatte die alten Schriften studiert und war fest davon überzeugt, daß Indien auf dem Weg nach Westen zu erreichen sei. Allerdings hatte er sich über die Länge seiner Reise erheblich getäuscht . Insgesamt unternahm er vier Fahrten nach Amerika. Von der letzten kehrte er krank zurück und starb vergessen. Bis zu seinem Tode war er überzeugt, nach Indien gelangt zu sein. Amerika wurde dann nach Amerigo Vespucci benannt.
    1492 Leonardo da Vincis Zeichnung einer Flugmaschine
    Leonardo war als Maler ausgebildet und verstand sich selbst als solcher, doch sind von seinen Gemälden vergleichsweise wenige erhalten, so daß wir heute eher den Naturforscher in ihm sehen. Er war einer der vielseitigsten Gelehrten seiner Zeit und war gleichzeitig Bildhauer, Architekt, Techniker und Naturforscher. Seine Fluggeräte entwarf er nach Studien über den Vogelflug, aus dem er seine Erkenntnisse gewann.
    1498 Seeweg nach Ostindien, Vasco da Gama
    Der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama wurde 1497 vom portugiesischen König entsandt, Indien auf dem Seeweg zu erreichen. Um Afrika herum gelangte da Gama mit vier Schiffen nach Vorderindien und kehrte mit reicher Beute nach Portugal zurück, wo er von König und Volk begeistert empfangen wurde. Mit großer Härte legte er den Grundstein für die portugiesische Vorherrschaft im indischen Ozean.
    1502 "Nürnberger Ei", Taschenuhr von Henlein
    Nürnberg war im 16. Jh. die Hochburg des Uhrenhandwerks, hier wurden zahlreiche Erfindungen gemacht, um Uhren bis auf wenige Zentimeter Durchmesser zu verkleinern. Die Uhren von Henlein hatten allerdings Kugel- oder Zylinderform. Das ihm zugeschriebene "Ei" wurde erst nach seinem Tode erfunden und blieb bis ins 18. Jh. sehr beliebt.
      Beginn der Renaissance.
      Auszüge aus Wikipedia und
      "Chronik der Weltgeschichte 6.0" von:

    United Soft Media Verlag GmbH
    Thomas-Wimmer-Ring 11, D-80539 München

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